328
auch die Liebe, welche dieſes Wunder bewirkt hatte, — die Baronin Elmenhöh war in der That eine Zau⸗ berin und der Prinz betete ſie an.
Als der Prinz das Zimmer betrat, flog Alexander Weltheim, mit einem Ausruf freudiger Ueberraſchung von dem Divan empor und näherte ſich dem Prinzen, indem er Worte des Entzückens über die unverdiente
Gnade, die nie erwartete Auszeichnung, ſtammelte.
Prinz Aurelio lächelte. Sie kamen nicht zu mir, es war alſo ganz natürlich, daß ich zu Ihnen komme!—
Ganz natürlich, Durchlaucht! Nein, es iſt eine ſtaunenswerthe Gnade, welche Sie mir erzeigen! Er⸗ lauben Sie zuvörderſt, daß ich mich entferne, um dieſes unpaſſende Negligs abzulegen! 5
Der Prinz hielt ihn zurück. Nein, bleiben Sie, Sie ſind krank und das entſchuldigt Ihr Koſtüm. Und Sie müſſen in der That ſehr krank ſein, da Sie, trotz meiner wiederholten und dringenden Aufforde⸗ rungen, ſich dennoch ſeit drei Tagen ſtandhaft gewei⸗ gert haben, zu mir zu kommen!
Geweigert! rief Weltheim ſchmerzlich.
Ja, mein Herr, ich ſagte geweigert! wiederholte der Prinz ſtrenger, indem er ſich auf einen Fauteuil niedergleiten ließ und dem Legations⸗Rath winkte,


