Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Spott. Sie ahnen alſo nicht, daß mein übermüthiger Herr Sohn Ihrer ſpottet, daß er Ihnen Dinge ſagt, an die er ſelbſt nicht glaubt, daß—

Geruhen Sie, dieſes Billet zu leſen, welches er mir geſtern geſchrieben!

Und ſie reichte ihr das zärtliche Billet des jungen Grafen dar. Die Gräfin las es mit ſichtlichem Er⸗ ſchrecken.

Dies iſt allerdings ſehr ernſthaft, ſagte ſie. Und haben Sie ihm ein Rendezvous bewilligt?

Ja, Frau Gräfin!

Nun und weiter?

Der junge Graf endete damit, mir ſeine Hand anzubieten!

Ach, ohne Zweifel reizten Sie ihn durch Ihre Schüchternheit, Ihr keuſches, zurückhaltendes Weſen? Sie verſagten ihm jede Gunſt und machten ihn da⸗ durch nur immer glühender und leidenſchaftlicher?

Und hätte meine edle und tugendhafte Herrin gewünſcht, daß ich anders handle? fragte Mariane. Hätten Sie, welche uns Allen als ein Muſter der Tugend und Sitte voranleuchten, es mir jemals ver⸗ zeihen können, wenn ich ſeiner wilden Leidenſchaft Ge⸗ hör gegeben hätte?

Die Gräfin erwiederte nichts. Sie ſtand auf,