um endlich Ruhe vor Ihren Verfolgungen zu haben, und Ihren Bemühungen um mich endlich für immer ein Ende zu machen! Unglücklich und erniedrigt, wie ich bin, verlange ich dennoch, daß Sie Achtung vor mir haben und mich nicht den Weibern gleich ſtellen ſollen, die zu Ihrem Unglück bisher Ihre Gefährtin⸗ nen geweſen! Es iſt wahr, Sie haben mich in ſchlim⸗ men und demüthigenden Umgebungen gefunden, in Verhältniſſen, vor denen ich erröthe und die mich zu⸗ gleich mit Schmach und mit Schande belaſten; es iſt wahr, ich habe den Schein auf mich geladen, ein ver⸗ lornes, leichtfertiges Weib zu ſein; aber Sie wiſſen auch, weshalb ich es gethan, Sie wiſſen, daß ich der Kindesliebe dieſes Opfer gebracht, daß ich mein Haupt gebeugt habe unter das Joch, weil es ſo die heiligſte aller Pflichten, die Pflicht einer Tochter gegen ihren Vater erheiſchte! Aber, indem ich dieſes that, indem ich dieſem ſchweren und ſchmachvollen Opfer mich unterzog, habe ich mir ſelbſt das heilige Gelübde ge⸗ leiſtet, mir mein Bewußtſein rein zu erhalten und mindeſtens nicht vor mir ſelber erröthen zu müſſen, habe ich mir bei dem Grabe meiner Mutter geſchwo⸗ ren, meine jungfräuliche Ehre mir rein und fleckenlos zu erhalten und lieber in den Tod zu gehen, als dieſen Schwur zu brechen! Nein, nein, mein Herr,
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


