Weib werden! Müßte ich darüber ſterben und zu Grunde gehen, ich ſage Ihnen, ich werde niemals Ihr Weib! Nicht mein Weib! fuhr er leidenſchaftlicher fort. Nein, Du haſt Recht, Dich nicht dieſen gewöhnlichen, alltäglichen Formen fügen zu wollen! Nicht mein Weib, meine Geliebte ſollſt Du werden, mein Engel, mein Schutzgeiſt! Oh komm, Antonie, folge mir! Fliehen wir dieſes Haus, welches die Sünde verpeſtet hat und deſſen Abgründe Deine Lichtgeſtalt nicht mehr erleuchten ſoll! Fliehen wir! Du liebſt die Natur, den blauen Himmel, die Blumen und die Vögel! Komm, ich will Dich in ein Paradies führen„in ein ſtilles, einſames Schweizerthal, zu einer reizenden Hütte in⸗ mitten eines von einem Waldbach durchzogenen Gar⸗ tens. Da will ich zu Deinen Füßen ſitzen und von Deinen Lippen reine Gedanken und ſündloſe Wünſche trinken, da ſollſt Du aus mir einen neuen Menſchen machen und mich entſühnen von der Welt und meiner eigenen Schuld! Komm Antonie, komm in das Thal der Unſchuld und des Friedens! Alles wollen wir hier zurücklaſſen, unſere böſen Gedanken und unſere ver⸗ gifteten Träume, unſern Gelddurſt und unſern Men⸗ ſchenhaß. Nur Liebe und Gott im Herzen wollen wir ein neues Leben beginnen, ein Leben der Unſchuld
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