Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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und wie Wenige noch hierher kommen werden, um ſich ihr Geld abnehmen zu laſſen!

Mein Gott, Du hörſt dies und Du ſtrafſt nicht dieſen Verbrecher! rief Antonie im zornigen Schmerz, ihre Arme zum Himmel emporſtreckend. Sie wollen mir auch das Letzte, das Einzige noch nehmen, was mir geblieben! Ich habe ihnen Alles gegeben, mein Gewiſſen und meinen guten Namen, das Gefühl mei⸗ ner Würde, meine Heiterkeit und meine Jugend, ich habe dafür nichts verlangt, als ein wenig Schonung für meinen armen, kranken Vater, ein wenig Erbar⸗ men mit ſeinem Alter und ſeiner Hinfälligkeit! Aber ſie ſind noch nicht zufrieden, ſie fordern von mir meine vollſtändige Erniedrigung, ſie fordern von mir das Letzte, welches noch mein iſt, meine Mädchenehre und mein reines Bewußtſein! Und Du hörſt dies, Gott, und Du duldeſt es!

Und ihr von Thränen überſtrömtes Antlitz in ihren Händen verbergend, lehnte ſie ſich erſchöpft in die Kiſſen zurück.

Graf Salmiensky betrachtete ſie mit Blicken, in denen eine wilde, leidenſchaftliche Gluth ſich offenbarte. Mit einer ſtürmiſchen Gewalt ſeine Arie um ihre ſchlanke, zitternde Geſtalt legend, drückte er ſie mit unwiderſtehlicher Kraft in ſeine Arme.