Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Und deshalb haſſen Sie mich? fragte der Graf mit vollkommener Gelaſſenheit. Armes, unſchuldiges Kind, Sie ſehen alſo nicht, daß dieſe Menſchen nichts

weiter verlangten, als verdammt zu werden! Mein

Gott, die Menſchheit hat dieſen glühenden Durſt nach Unglück und Jammer, und nur das Glück macht ſie ſchlaff und träge! Das Unglück ſtählt ihre Kraft, und gibt ihnen Energie und Thatendrang. Deshalb ſind auch nur diejenigen Fürſten als die wahren Wohlthäter ihrer Völker zu betrachten, welche ſie in den Staub getreten, welche ihnen das Blut aus den Adern geſogen und ſie zur Sclaverei erniedrigt haben! Denn dieſe Entwürdigung allein hat gemacht, daß ſie endlich ihre Langmuth und ihre göttliche Geduld von ſich warfen und aus der Sclaverei ſich erhoben, um ſich die Freiheit zu erkämpfen! Ich mache es wie die Fürſten! Ich mache die Menſchen möglichſt unglücklich, um ſie dadurch zu ihrem Glück zu erziehen! Sie ſehen alſo, daß Sie mich eher als einen Wohlthäter, denn als einen Verführer dieſer jungen Männer zu betrach⸗ ten haben, welche ich in dieſes Haus führe! Und was iſt es denn eigentlich, was ich thue? Ich ſage zu dieſen jungen, nach Genuß und Freude, nach Ver⸗ gnügen und Zerſtreuung dürſtenden jungen Männern: Wollt Ihr einen herrlichen Abend verleben, wollt Ihr