Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Sie war nicht mehr das junge, achtzehniährige

) Mädchen, ſondern das in Schmerzen und Erfahrun⸗ 3 gen früh gereifte Weib und ſelbſt die glänzende und geſchmackvolle Balltvilette, in welcher ſie ſich eben befand, konnte den gramvollen und ſchmerzlichen Aus⸗ druck ihrer Zi nicht überdecken.

Ihr Haupt war mit Roſen geſchmückt und lange Brillantgehänge blitzten in ihren Ohren; das roſa, durchſichtige Gewand war an der einen Seite mit einem vollen Roſenbouquet emporgehoben, damit das Untergewand von ſchwerem, weißem Atlas ſichtbar werde. Wie traurig dieſer Anzug der Freude gegen

Weshalb fliehen Sie mich? wiederholte der Gra zum dritten Mal, indem er ſich zu Antonien nieder⸗

ſetzte und leiſe eine ihrer ände ergriff.

Sie entzog ſie ihm haſtig und ſah ihn mit flammenden Blicken an. Berühren Sie mich nicht, ſagte ſie.

Der Graf lachte. Wenn Sie wüßten, wie herrlich Ihnen dieſer Zorn ſteht! Wie ſchön Sie ſind, wenn Ihre Augen funkeln! Nein, Antonie, nicht dieſe zür⸗ nenden Blicke! Weshalb denn zürnen Sie mir?

einem verächtlichen Achſelzucken. Nun wohl, ich will

ihr düſteres, ſorgenſchweres Antlitz contraſiirte!

Er fragt, weshalb ich ihm zürne! rief ſie mit