Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Ich will damit ſagen, daß auch die Engel fallen können! erwiderte Mariane, und indem ſie Weltheim die Hand zum Abſchied darreichte, ſetzte ſie hinzu: Eilen Sie, mein Freund, ſich ein wenig das Paradies zu betrachten, in welchem Ihr Engel weilt! Ich mei⸗ nestheils muß zu Prinz Aurelio! Oh, ich bin heute ganz in der Stimmung, ihn durch meine boshaften Einfälle zu ergötzen!

Alexander Weltheim eilte, wie ein Raſender, die mit Teppichen belegte Treppe hinunter. Zu ihr! Ich muß zu ihr! murmelte er und er fühlte ſein Herz wie im Todeskrampf erkalten, wenn er an Marianen's ſpöttiſche Abſchiedsworte gedachte.

So haſtig war er in ſeinem eiligen Lauf, ſo ganz nur mit ſeinen Befürchtungen und Gedanken beſchäf⸗ tigt, daß er gar nicht dieſe beiden Damen gewahrte, welche ſoeben langſam die Treppe hinabgeſtiegen wa⸗ ren. Sein Fuß trat eben auf das weiße Atlasgewand der einen dieſer Damen; ſie hatte ſeine Annäherung nicht bemerkt, die ausgebreiteten Teppiche hielten den Schall ſeiner Schritte zurück. etzt wandte ſie ſich zu ihm um und Weltheim begegnete den zornigen, blitzenden Augen der Gräfin Eudora. Sie erröthete, als ſich ihre Blicke begeg⸗ neten und wendete das Haupt weg, indem ſie zugleich