Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Sie ſind nicht allein? fragte die Comteſſe einem harten, befremdeten Ton.

Doch, gnädigſte Gräfin, ſie iſt allein! ſagte Weltheim, indem er mit einer tiefen ehrfurchtsvollen Ver⸗ beugung näher trat. Sie iſt allein, denn meine Ge⸗ genwart iſt ſo unbedeutend und ſo ganz sans con- sequence, daß dies gar nicht in Anſchlag zu brin⸗ gen iſt!

Comteſſe Eudora war ſichtlich zuſammengeſchreckt bei dem Anblick Weltheim's; während er ſprach über⸗ goß eine glühende Röthe ihr Antlitz, und ihre Au⸗ gen, welche nicht mehr von dieſen ſchweren Lidern be⸗ ſchattet waren, zeigten jetzt ein zugleich zorniges und verächtliches Aufblitzen.

Mein Couſin, der Doctor Alexander Weltheim! ſagte Mariane, indem ſie der Comteſſe den jungen Mann vorſtellte.

Ich kenne ihn! ſagte Eudora, mit einer kaum merklichen Neigung ihres ſtolzen Hauptes. Vergeſ⸗ ſen Sie nicht, daß der Prinz Sie im Salon erwartet!

Und ohne einen Gruß, einen einzigen Blick an dieſen jungen Mann zu verſchwenden, der ſich ehrfurchts⸗ voll verneigte, als ſie an ihm vorüberſchritt, verließ die ſtolze, ſchöne Erſcheinung das Gemach.

Sie kennt mich! murmelte Weltheim, als die