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lieu ſich in einem ähnlichen Fall befand! Er hatte einen jungen Marquis zur Audienz beſtellt, und als derſelbe zur beſtimmten Stunde kam, öffnete man ihm
die Thüre des Arbeitszimmers Sr. Eminenz, und
ließ ihn eintreten. Aber der Cardinal war nicht in ſeinem Cabinet. Der Marquis erwartete ihn zwei
— Stunden lang; endlich kam Richelieu, welchen der König ſo lange aufgehalten, in ſein Arbeitsca⸗ binet; er fand dort den jungen Marquis und erfuhr
von ihm, daß er ſich zwei Stunden in dieſem Aller⸗ heiligſten des franzöſiſchen Staates aufgehalten, zwei Stunden allein mit dieſem Schreibtiſch und dieſen
auf demſelben befindlichen Papieren, welche Staats⸗ geheimniſſe von der äußerſten Wichtigkeit enthielten!
— Aber, unterbrach ſich Mariane, ich langweile Euer Durchlaucht, es war ſehr kühn von mir, Ihnen eine ſo lange Geſchichte vorzutragen.
Im„Gegentheil, ſi ie intereſſirt mich ſehr! Fahren Sie fort! Aber vor Lallen Dingen ſtehen Sie auf, und nehmen Sie hier auf dem Seſſel neben mir Platz!
Nein, Durchlaucht! Knieend will ich mein Ur⸗ theil empfangen!
Fahren Sie fort in Ihrer Geſchichte!
Der Marquis ſchwur mit einem feierlichen Eide,


