Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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dann ſtieß ſie einen einzigen gellenden, herzerſchüttern⸗ den Schrei aus, und umklammerte laut weinend die zarte Geſtalt des jungen Weibes.

Karoline neigte ſich zu ihr nieder und drückte einen langen innigen Kuß auf das Haupt des Kin⸗ des. Dann machte ſie ſich ſanft von ihr los und nickte ihr mit matten Lächeln einen Abſchiedsgruß zu.

Geh jetzt mein Kind, geh hinaus! Laß mich allein!

Antonie ſchlich langſam, gebeugten Hauptes, der Thüre zu. Aber ehe ſie die Schwelle überſchritt, wandte ſie ſich noch einmal um, und ſah das junge Weib mit traurigen, flehenden Blicken an. Dieſe ſchüttelte leiſe den Kopf, und winkte mit der Hand.

Antonie ſeufzte und ging hinaus.

Ich bin allein! murmelte Karoline. Au mit Gott und meinem Gewiſſen!

Und jetzt ſank ſie nieder und rang die t und zerſchlug ihre Bruſt, und jammerte und betete,

.

und klagte und ſeufzte in verzweifelnder, troſtloſer

Qual!