Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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ließ ſtolz aufgerichtet das Gemach. Karoline blickte ihm nach in athemloſer Spannung. Sie lauſchte auf ſeinen verhallenden Tritt, und als ſie ihn jetzt die Stiegen hinab gehen hörte, ſank ſie zurück und weinte bitterlich.

Die kleine Antonie eilte zu ihr hin, und umfing ſie mit ihren Armen und drückte das verhüllte Haupt der Weinenden an ihre Bruſt, während Thräne nach Thräne aus ihren Kinderaugen floß, und ihre zarten Wangen überſtrömten.

Weine nicht! Weine nicht, Mama! bat ſie leiſe. Ach mir thut das Herz ſo weh, wenn Du weinſt!

Karoline trocknete ihre Augen, und ſchloß ihre kleine Stieftochter mit leidenſchaftlicher Zärtlichkeit in die Arme.

Ich danke Dir, mein Kind, mein Engel, ſchluchzte ſie, ich danke Dir, denn Du haſt mich errettet von der Schande! Du haſt meine Chre gereinigt, und mein Name wird rein und fleckenlos ſein vor der Welt. Ich danke Dir, denn Du haſt die Mutter meines Kindes behütet, daß Niemand das Brand⸗ mal auf ihrer Stirn ſehe! Aber ich, ich ſehe es, und ich weiß es! Ach, ich mußte das Opfer Deines Vaters annehmen, ich mußte es um meines Kindes willen, um Deiner Schweſter willen! Denn ſie iſt

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