Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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nahe iſt mit ihrem Segen und mit ihrer Liebe! Sophie, ſprich alſo zu mir durch die reinen Lippen Deines Kindes, befiehl mir, was ich thun ſoll, und entſcheide über meine und unſerer Aller Zukunft!

Die kleine Antonie blickte gedankenvoll und ernſt in das zuckende, ſchmerzvolle Antlitz ihres Vaters, während Karoline mit dem Kinde im Arm in ihre Kniee geſunken war und inbrünſtig betete.

Der Major legte jetzt, gleichſam beſchwörend, ſeine Rechte auf die Stirne ſeines Kindes und in⸗ dem er den Flehenden Blick gen Himmel wandte, ſagte er feierlich: Auf den Lippen der Kinder iſt Weisheit, und in der zarten Unſchuld verkündet ſich Gott! Antworte mir alſo, Antonie, achte auf meine Fragen und antworte mir: ſoll ich das thun, was die Menſchen von mir verlangen? Soll ich hingehen und um Verzeihung bitten?

Das Kind erwiederte nach einer kurzen Pauſe: Mama hat mich gelehrt, daß man immer um Ver⸗ zeihung bitten muß, wenn man Unrecht gethan hat. Du mußt es alſo auch thun!

Ich habe alſo Unrecht gethan? fragte der Ma⸗ jor dringend.

Die kleine Antonie ſah ihn mit tiefem verſtändi⸗ en Ernſte an. Du haſt Unrecht gethan, ſagte ſie,