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Karoline beugte ſich nieder und hob das Kind empor und Jichte es zu beruhigen, indem ſie es an ihren Buſe dehcte und ſeinen kleinen Mund mit Küſſen virſch 6 3N
Der Majör ſnpft wild mit dem Fuß, und wiederholte laut und ſtürmiſch ſeine Frage: ſoll ich hingehen, und um Verzeihung bitten?
Aber Karoline antwortete nicht. Sie hatte viel⸗ leicht in der Sorge ihrer Mutterzärtlichkeit die Frage
des Gatten gar nicht vernommen.
Plötzlich öffnete ſich die Thür, ein kleines Mäd⸗ chen trat herein und eilte mit dem Ausdruck zärtli⸗ cher Sorge zu Karolinen und ihrem Kinde hin.
Warum weint die kleine Marie? fragte das Kind mit ſeiner ſilberhellen Stimme, indem es ſeine großen blauen Augen mit einem Ausdruck unendlicher Zärt⸗ lichkeit auf das weinende Kind heftete. Wer hat meinem kleinen Schweſterchen etwas zu Leide gechan⸗ daß es ſo jammervoll weint?
Und indem ſich die klare, hohe Stirn des klei⸗ nen Mädchens umwölkte wandte ſie ſich mit einem
faſt unwilligen Ausdruck zu ihrem Vater um.
Gewiß biſt Du es geweſen, Papa, Du haſt mei⸗
nen kleinen Engel angeſehen mit Deinem böſen Blick, der die gute Mama und mich immer weinen macht!


