Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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nannten mich krank, und ſprachen von dem Dämon zu Wilna, welcher wiedergekehrt ſei, um mich heim⸗

zuſuchen! Sie ſandten mir Aerzte, welche mich Tag

und Nacht beobachteten, ſie reizten mich zur maß⸗

loſeſten Heftigkeit, ja, ja, ſie machten mich krank vor

Wuth und Scham! Oh, damit er unſchuldig ſei,

mußte ich für wahnſinnig gelten! Das Kriegsgericht fällte ſein Urtheil über mich! Ein mildes, erbarmungs⸗ volles Urtheil! Ich hatte mich gegen meinen Obriſt verſündigt, er hatte einen Eid geſchworen, daß er und mein Weib unſchuldig ſeien! Ich alſo war ſchuldig, und dennoch nicht ſchuldig! Meine kranke Phantaſie hatte mir nur Trugbilder vorgeſpiegelt, und ich hatte geſehen, was nicht war. Man verzieh mir um der Tage zu Wilna, aber ich war ſeiner Ehre Genug⸗ thuung ſchuldig! Oh, ſie nannten es Gnade, indem ſie mich verurtheilten, ihm demüthig Abbitte zu thun. Abbitte! Ihn um Verzeihung flehen! Oh, werde

ich dieſen Hohn überleben? Soll ich hingehen, Ka⸗

roline, und mein greiſes Haupt vor ihm neigen und ihn flehen, mir zu verzeihen! Karoline, frage Dein Gewiſſen, ſoll ich das?

Sie antwortete ihm nicht! Sie kniete neben der Wiege ihres Kindes und betete!* Er ſtürzte zu ihr hin, und hob das ſchlum⸗

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