Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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mir ſelbſt, und wenn der Sohn des armen Tagelöh⸗ ners Preſter jetzt ein mit Orden geſchmückter Major iſt, ſo mußt Du ſein Wappenſchild auf den Schlacht⸗ feldern von Waaterloo und Leipzig und in den Schnee⸗ feldern Rußlands ſuchen! Ach, dieſe Schneefelder! Was haben ſie nicht Alles unter ihrem kalten Leichen⸗ tuch mir begraben! Zuerſt den Freund, den einzigen meines ganzen Lebens! Ich habe ihn ſehr geliebt und lange um ihn getrauert. Ich ſchwur in ſeine erſtar⸗ rende Hand, wenn Gott mir gnädig wäre, und mich zurückkehren ließe in die Heimath, ſeinem Weibe ein Bruder, ſeinem kleinen Töchterchen ein Vater zu ſein! Ich konnte nur die Hälfte meines Schwures erfüllen, denn ſein Weib war geſtorben vor Gram, als ich zu⸗ rückkehrte, und ich fand nur ſein Töchterchen, welchem ich geſchworen, ein Vater zu ſein! Karoline, Du Kind meines Freundes, habe ich meinen Schwur er⸗ füllt, bin ich Dir ein treuer und redlicher Vater ge⸗ weſen?

Du biſt es geweſen! ſagte ſie, indem ein paar Thränen langſam über ihre blaſſen Wangen rollten.

Ich glaube Dir, denn Gott hat mich nicht ge⸗ boren, um ein Meineidiger zu ſein! und doch hätte ich es werden können, denn