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und Freude, brannte ein höheres Incarnat auf ihren Wangen, und umſpielte ihre purpurnen Lippen das holdeſte, glücklichſte Lächein. Sie war heiter und unbefangen, voll Anmuth und Grazie, voll Witz und Laune, und wenn ſich dann und wann ein ſchwärmeriſcher, ja ein faſt ſchwermüthiger Zug auf ihrem Antlitz zeigte, wenn ſie, inmitten heitern Ge⸗ ſpräches, unwillkürlich tief und ſchmerzvoll ſeufzte, ſo erhöhte das Wechſelvolle ihres Weſens nur noch die Anmuth und das Intereſſe ihrer Erſcheinung. Aber was war es, was Minna oft ſo ſchwermuths⸗ voll blicken, ſo ſchmerzlich ſeufzen machte?
Wen ſuchten ihre Augen, wenn ſie ſo forſchend und ſehnend umher irrten? Späheten ſie nach dem Gatten, der dort einſam, ſchweigend in der Fenſter⸗ niſche ſtand, mit Niemanden ſprechend, thei los und ſtill, nur nach ihr ſchauend, nu denkend?
Nur einen Moment ruhten ihre Augen auf ihm, dann irrten ſie weiter, und ſchienen immer doch nur vergebens zu ſuchen, denn gerade dann pflegte Minna traurig zu blicken und zu ſeufzen.
Wen ſuchte ſie? Und wie kommt es, daß heute, wo ſie wieder in einer glänzenden Geſellſchaft ſteht, wo wieder ihr Auge ſpähend umher fliegt, daß heute plötzlich eine unendliche Freude aufblitzt in dieſen Augen, ein tiefes Roth ihr Hals und Antlitz überzieht, und der Athem in ihrer Bruſt ſtockt? Ihr Auge ſucht nicht mehr, es hat gefunden.
Winna, theuerſte Schweſter, ich wußte, daß ich
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