Teil eines Werkes 
2. Theil (1859)
Entstehung
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Ich hoffe, Sie ſehen ein, daß jede Halsſtarrigkeit Ihnen hier nur ſchaden könnte.

Und wenn ich ſchweige? fragte Bonaventura mit einen lauernden Blick.

Wenn Sie mir das ſtrengſte, unverbrüchlichſte Schweigen geloben, wenn Sie ſich nirgends mit Sophie zeigen, Niemand, auch ſelbſt Ihrer Schweſter nicht, ein einziges Wort von dieſer Geſchichte ver⸗ rathen, wenn ich darauf rechnen kann, daß das Ganze mit einem tiefen, undurchdringlichen Schleier bedeckt wird, ſo empfangen Sie nach Verlauf von vier Monaten, wohl verſtänden, wenn bis dahin auch nicht ein Wort dieſer abentheuerlichen Ge⸗ ſchichte verlautet, die Summe von fünfhundert Thalern.

Das iſt wenig, ſehr wenig, ſagte Bonaventura verächtlich.

O, Sie wollen handeln, rief Herr Blitz la⸗ chend, nun wohl, ich lege noch hundert Thaler zu, und gebe Ihnen ſechshundert.

Und Sie willigen in unſete Verheirathung?

Niemals, ſagte Herr Blitz entſchieden. Ja, Sie ſelbſt müſſen begreifen, daß dies unmöglich iſt. Wo und wie ſollte dieſe Trauung ſtatt finden? Sie bedürfen dazu Ihrer Papiere und Ihres Namens, Fritz Wendt, und auch Sophie desgleichen würde nicht allein meinen Namen nennen müſſen, ſondern auch meiner Einwilligung bedürfen, denn ſie iſt noch nicht majorenn und ich bin ihr natürlicher Vor⸗ mund. Sie ſehen, daß dies der nächſte Weg iſt,