Teil eines Werkes 
2. Theil (1859)
Entstehung
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bereit iſt, Alles mit mir zu theilen, Alles mit mir zu tragen, daß ſie mich liebt mit ewiger, unvergäng licher Liebe!

Das klingt Alles recht ſchön, unterbrach ihn Herr Blitz, und ich rathe Ihnen, machen Sie ein Gedicht daraus, das wird ganz prächtig ſein, und ich werde es Sophieen an ihrem Verlobungstage mit dem Grafen von Galpecht auf Atlas gedruckt über⸗ reichen. Ihre Frau wird ſie aber nun und nimmer⸗ mehr! Wie, mein Herr, denken Sie wirklich, ich ſei ſo thöricht, meine einzige Schweſter einem jungen Manne zu geben, der nichts bedeutet, nichts hat, nichts iſt?

Mein Herr, rief Bonaventura außer ſich, er⸗ röthend vor Zorn, mein Herr, ich nenne mich Bona⸗ ventura von Ottersheim.

Nunn ja, auf Ihren Gedichten nennen Sie ſich Bonaventura von Sttersheim, aber eigentlich heißen Sie Fritz Wendt, das weiß ich recht gut, und wenn ich es Niemand ſage und vor der Welt Sie mit dem ſchönen, adeligen Namen nenne, ſo geſchieht dies nur, weil mir daran liegt, daß man ſieht, wie ich mit Leuten von Stand und Adel umgehe und ſpreche. Deshalb nenne ich Sie Herr von Ottersheim und werde Sie auch ferner ſo nennen, denn ich hoffe, daß dieſe kleine Zwiſtigkeit unſer freundſchaftliches Verhältniß nicht ſtören werde, und daß Sie nach wie vor meinen Salon beſuchen werden.

Herr Blitz, ſagte Bonaventura faſt flehend, geben Sie mir die Hand Ihrer Schweſter!