VXIII. Sonntagsvergnügen.
Noch ganz verloren in füße Erinnerungen an die köſtlichen Stunden, die ſie heute mit Victor ver⸗ lebt, an den geliebten Bruder, den ſie heute gewon⸗ nen, ſaß Minna in ihrem Zimmer, als Otto und Mutter Anna hereintraten, und Minna aus ihren ſeligen Träumen aufſchreckten.
Als ſie ihre Mutter ſo wohlgeputzt und ver⸗ gnügten Angeſichtes erblickte, da erinnerte Minna ſich erſt, daß ſie geſtern verſprochen, heute mit den Ihri⸗ gen einem Volksſeſte in Pankow beizuwohnen, und dieſer Gedanke erfüllte ſie jetzt mit Schrecken und Grauſen.
Nun, ſagte Mutter Anna fröhlich, biſt Du bereit, meine Tochter? Die Droſchke ſteht ſchon vor der Thür, und ich denke; wir wollen ſie nicht warten laſſen.
Ach, ſagte Minna unmuthig, ich dächte doch, wir ließen dieſe abenteuerliche Fahrt. Ich habe


