Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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Aber jetzt, als auch dieſe letzten Verſuche geſcheitert, als Alle verſtummt waren und ſchweigend das Deſſert verſpeiſten, jetzt hatte die Geduld des Fürſten Kaunitz ihr Ende erreicht. Mit einer unwilligen Bewegung ſchob er den ſilbernen Teller fort.

Madame, ſagte er mit lauter, verdrießlicher Stimme,Madame, was haben Sie mir denn da heute für eine alberne und langweilige Geſellſchaft ein⸗ geladen?

Und ohne die Geſellſchaft weiter ſeiner Beachtung werth zu halten, erhob ſich der Fürſt Kaunitz von ſeinem Lehnſeſſel und begab ſich wieder in den Salon.

Seine Gäſte beeilten ſich ihm dahin zu folgen, aber Kaunitz hatte für Niemand mehr ein Wort, eine Be⸗ achtung. Er überließ es der Gräfin Clarh, die Geſellſchaft beim Kaffee zu unterhalten, und zog ſich in ſeine Ge⸗ mächer zurück, um ſeinen Nachmittagsſchlaf zu halten und zu träumen von der unſterblichen Größe des Kut⸗ ſchers der eurvpäiſchen Politik.

Ende des erſten Vandes.