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ließ ſich herab, gegen ſeine Nachbarinen den angenehmen und gefälligen Wirth zu machen, denn bei Tafel liebte Fürſt Kaunitz eine heitere und ungezwungene Conver⸗ ſation, und es war daher eine der Hauptpflichten der Gräfin, dem Fürſten eine geiſtreiche und animirte Tiſch⸗ geſellſchaft einzuladen.
ente indeſſen ſchien die Gräfin mit ihren Ein⸗ ladungen wenig Glück gehabt zu haben. Die Unter⸗ haltung ward nur halblaut und eintönig geführt, und keine geiſtreichen Pointen, keine graciöſen Scherze unter⸗ brachen den gleichmäßigen Gang der alltäglichen Con⸗ verſation. Selbſt die ſchönen Nachbarinen des Fürſten ſchienen den Lobeserhebungen des Miniſters Pitt wenig Ehre zu machen. Sie waren allerdings ſchön, aber ſie ſprachen nur ein ſchlechtes, unvollkommenes Franzöſiſch; ſie zogen es daher vor, dem Fürſten nur kurze, einſilbige Antworten zu geben und ſich mehr mit den Speiſen als mit dem Fürſten zu beſchäftigen.
Aber Fürſt Kaunitz ſpielte immer noch den liebens⸗ würdigen Wirth, und als ſolcher unternahm er es jetzt, ſeinen Gäſten zu den gebratenen Faſanen den Salat ſelbſt zu miſchen. Es war dies eine der Großthaten des Fürſten, auf die er ſehr ſtolz zu ſein und die er täglich mit feierlicher Würde auszuüben pflegte.
„Meine Damen,“ ſagte er, als jetzt der Haushof⸗


