Teil eines Werkes 
1. Band (1860)
Entstehung
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er trocken,ich wundere mich, daß Sie lächeln, während Sie ſich eines Fehltritts ſchuldig gemacht haben.

Ich, mein theuerſter Oheim? fragte die Grifn

erſchrocken.Was that ich? Womit habe ich mir das Mißfallen meines angebeteten Fürſten zugezogen?

Fürſt Kaunitz hob langſam den Arm empor und deutete auf die Pendule.Schauen Sie hin, Frau Nichte, ſagte er, jedes Wort betonend, als ſei es ein To⸗ desurtheil, welches er auszuſprechen habe.Schauen Sie, Sie ſind zwei Minuten zu ſpät gekommen.

Mein Gott, das iſt wahr, murmelte Gräfin Clarh ganz verwirrt.Indeß dies iſt nicht meine Schuld, ſondern, wie ich leider ſehe, die Schuld meiner Uhr. Sehen Sie nur, mein theurer Oheim, meine Uhr zeigt genau drei Uhr!

Sie trat nahe zu dem Fürſten heran, um ihm die mit koſtbaren Brillanten beſetzte Uhr zu zeigen, die an ihrem Gürtel befeſtigt war. Aber plötzlich wie von Ent⸗ ſetzen ergriffen, that der Fürſt raſch einige Schritte rück⸗ wärts und ſtreckte abwehrend ſeine beiden Hände ge⸗ gen ſie aus.

Madame, rief er mit lauter, zürnender Stimme, Madame, heben Sie ſich weg von mir. Sie ſtinken!