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„O, es wird gelingen,“ rief ſie in fiberiſcher Auf⸗ regung;„ich bin ja ſchön, und ich werde meine Schön⸗ heit gebrauchen. Der Kaiſer Leopold wird nicht unem⸗ pfindlicher ſein, wie es der Großherzog Leopold war. Aber ſchwören Sie mir noch einmal, daß, wenn es ge⸗ lungen iſt, Sie mir meinen geliebten Gatten befreien, ihn mir wieder geben wollen.“
„Hören Sie, geliebte Louiſe, hören Sie meinen Schwur. Ich ſchwöre, daß an demſelben Tage, an wel⸗ chem Oeſterreich und Preußen vereint ihre Armeen gegen Frankreich marſchiren laſſen, der Graf Wolkenſtein aus ſeiner Gefangenſchaft erlöſt und mit ſeiner Gemahlin vereinigt werden ſoll!“
„Aber wenn er erfährt, wodurch ich ſeine Freiheit erkauft, daß ich, um ihn zu retten, ſeinen Namen dem Hohn und der Verachtung der Welt hingegeben, ſo wird er mich verſtoßen und verwünſchen, und die Freiheit nicht annehmen wollen, die ich ihm biete.“
„Er wird es nie erfahren, Louiſe. Sie wiſſen es ja, er darf weder Briefe noch Zeitungen empfangen, kein Ton der Welt dringt zu ihm in die Einſamkeit. Er iſt ein le⸗ bendig Begrabener, bis Sie mmen, ihn zu erlöſen. Aber auch wenn Sie ihn erlöſt haben, wird er nichts er⸗ fahren, denn Sie werden nicht mit ihm in Europa blei⸗ ben können. Nach dem ſchweren Verbrechen, das er auf


