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ſchuldigen. Oh, über die Erbärmlichkeit des Lebens! Selbſt an einen Kaunitz wagt ſich das Alter mit ſeinem zerſtörenden Finger heran und unterſteht ſich, Linien durch ſein Antlitz zu ziehen!“
Er ſchüttelte gravitätiſch ſein Haupt, daß die zacki⸗ gen Locken über ſeiner Stirn bebten und eine feine Staubwolke gleich einer Art Glorie ſein Haupt einen Moment umgab. Dann warf er einen letzten, unwilligen Blick in den Spiegel, wandte ſich langſam um und kehrte zu ſeinem Fauteuil zurück.
Eben wie er ſich wieder in denſelben niedergelaſſen,
that ſich die Thür auf und der Kammerdiener trat wie⸗ der herein.
„Nun?“ fragte Kaunitz.„Was antwortet der Haushofmeiſter?“
„Durchlaucht, er verſichert, daß er den Kaffee ſo⸗ wohl als den Zucker ſelbſt abgewogen habe, und daß er keinem Menſchen dieſe heilige Pflicht überlaſſen würde. Doch geſteht er zu, daß beim Abwiegen ungefähr ſechs bis acht Kaffeebohnen über das Maß hinaus auf den Tiſch gefallen, und daß er dieſe alsdann höchſt unvorſich⸗ tiger Weiſe mit in die Kaffeemaſchine gethan.“
„Ich täuſchte mich alſo nicht,“ ſagte Kaunitz mit dem Ausdruck vollkommener Befriedigung.„Dieſe acht


