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ſpitzen herein ſchlüpfte, um, wie die Unterfriſeure den Pu⸗ der von dem Kleide des Fürſten, ſo ihn aus dem Ge⸗ ſicht des hohen Herrn zu entfernen.
Fürſt Wenzel Kaunitz ließ das Alles mit der ſteiner⸗ nen Ruhe und erhabenen Würde geſchehen, die er in ſei⸗ nem langen, thatenreichen Leben ſich angeeignet hatte
und die ihn niemals verließ. Er neigte ſein ſtolzes Haupt dem Oberfriſeur entgegen und ließ von ſeinen Händen die Locken, die im wunderlichen Zickzack ſeine Stirn um⸗ gaben, emporheben, um den Puder tiefer in die Runzeln einzuſchieben und dieſe Schriftzeichen ſeiner achtzig Jahre damit auszufüllen. Er duldete es, daß Monſieur Hippo⸗ lyte ſich ſeiner Naſe näherte und aus den tiefen Linien derſelben mit ſeinem kleinen Quaſt von Schwandaunen den Puder entfernte.
Aber in dieſem Moment flog doch ein leiſer Hauch der Bewegung, der Schimmer eines Empfindens über ſeine ſteinernen Züge hin, und ſein kaltes blaues Auge bewaffnete ſich einen Moment mit einem Blitz des Zor⸗ nes, der ohne Zweifel den armen Monſieur Hippolhte ganz zerſchmettert haben würde, wäre dieſer nicht gerade damit beſchäftigt geweſen, die Wangen des Fürſten leiſe aus dem Schminktöpfchen zu betupfen und ihnen einen Schimmer jugendlicher Röthe zu geben.
„Sie erlauben ſich ſeit einiger Zeit Ungebührlich⸗


