Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Volkes ſchildern und ihm offen ſagen, was die öffent⸗ liche Meinung von ihm begehrt.*)

Und ich, rief Thugut, deſſen Antlitz ſtrahlte von trotziger Entſchloſſenheit,ich werde immer und immer wieder auf neue Mittel ſinnen, um den Schwur zu er⸗ füllen, den ich meinem Herrn, dem Kaiſer Leopold ge⸗ leiſtet habe; ich werde nie nachlaſſen und ermatten in dem Beſtreben, die Königin und ihren Gemahl aus der unwürdigen Gefangenſchaft des Pöbels zu erlöſen. Zuerſt aber und vor allen Dingen werde ich mich beeilen, einen Courier an den Grafen Merch zu ſchicken, nicht bloß ihn vor der Verrätherin Thervigne zu warnen, ſondern ihm zu rathen, dieſelbe im Namen des Kaiſers zu verhaften. O, ſie ſoll uns nicht ungeſtraft verrathen und betrogen haben, während ſie das Gold des Kaiſers ſchon in der

7 Barnave kehrte nach der bald darauf erfolgten Aufhe⸗ bung der Nativnal⸗Verſammlung nach Grenoble zurück und lebte dort eingezogen und ſtill, bis die Revolution ihn wieder an die Heffentlichkeit und auf die Guillotine zog. Am 10. Auguſt 1792 fand man bei dem Sturm der uilerien die Briefe Barnave's an den König. Barnave ward als Volksverräther und heimlicher Rathgeber des Königs angeklagt und gefangen genommen. Man führte ihn nach Paris vor das Revolutionstribunal, das ihn, trotzdem er ſich muthvoll und unerſchrocken vertheidigte und mit ſeiner Rede großen Eindruck machte, doch zum Tode verurtheilte. Er ward am 29. November 1593 guillotinirt.