Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Verbindungsweg zwiſchen den Gemächern des Königs und der Königin. Das königliche Paar war daher ganz ſicher, nicht von Verrätheraugen beobachtet zu werden, ganz ſicher, unbehindert die Flucht bewerkſtelligen zu können.

Der Amazonenanzug der Königin lag ſchon bereit, daneben die ärmlichen Anzüge für die beiden königlichen Kinder. Saint⸗Prir ſah nichts davon, er hatte auf den Wunſch der Königin nichts erfahren von dem Plan der Flucht. Nicht als ob Marie Antvinette ihm gemißtraut hätte, aber ſie wollte nicht noch Mehrere ihrer Getreuen gefährden, ſie wollte, daß ſein ganzes Unrecht darin be⸗ ſtehen ſolle, daß er der Königin erlaubt habe, die Thür nach dem Vorſaal ſchließen zu dürfen, damit ſie un⸗ bemerkt ihre Toilette machen und ſich umkleiden könne. Sie wollte, daß Saint⸗Prix mit reinem Gewiſſen be⸗ eidigen könnte, nichts von der Flucht der Königin gewußt zu haben.

Die Thür, welche nach dem Vorſaal führte, war alſo geſchloſſen, und die Königin ſaß vor ihrem Schreib⸗ tiſch und überlas noch einmal die Worte, die ſie ſo eben geſchrieben, Abſchiedsworte an das franzöſiſche Volk, Abſchiedsgrüße an die Getreuen, welche für ſie und die fliehende Königsfamilie beten ſollten! Indem ſie das un⸗ dankbare, grauſame Volk Frankreichs verlaſſen wollte,

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