Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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Dir zu ſagen habe. Ich war eben im Begriff, Paris zu verlaſſen. Ich wollte nach Belgien gehen, um dort mit dem Grafen Merch zu unterhandeln, um mit ihm ver⸗ eint an der Grenze Belgiens die Königin Marie Antvi⸗ uette zu erwarten.“

„Wie?“ ſchrie Petion von ſeinem Stuhl aufſprin⸗ gend;„es iſt alſo wahr, was der Bediente Barnave's mir geſagt hat: Barnave will der Königin zur Flucht verhelfen?“

„Es iſt wahr, Petion, und Thervigne de Mericourt ſollte ſeine Mitſchuldige ſein bei dieſem Unternehmen! Aber die Göttin der Freiheit hat nicht gewollt, daß ich ihre Feinde und die Feinde des Volkes der gerechten Strafe entziehe, die Göttin der Freiheit hat mich vor einem Verbrechen errettet durch den treueſten und er⸗ habenſten Prieſter ihres Tempels, durch Dich, Pétion. Ja, die Königin wollte entfliehen, und ich wollte in Brüſſel für ſie wirken und ihre Flucht ebnen!“

„Ah,“ rief Petion mit einem grauſamen Lächeln, „ſie hat uns alſo noch einmal entſchlüpfen, ſie hat ſich noch einmal der Liebe ihres Volkes entziehen wollen, dieſe zärtliche Königin! Und Barnave war ihr Mitſchuldiger! Beweiſe mir das, Thervigne, beweiſe es mir, und Du haſt Deine Mitſchuld geſühnt, und ich vergebe Dir!“

„Ich werde es Dir beweiſen,“ rief ſie glühend.