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mernd„Der Kaiſer ſtirbt! Unſer großer, gütiger Kaiſer ſtirbt!“
Entſetzen, Schrecken und Betäubung überall, ſelbſt die Schildwachen an den Thüren vergaßen ihres Dienſtes, die Thüren des Schloſſes waren alle weit geöffnet, und ungehindert trat der General in das Schloß ein, unge⸗ hindert ſchritt er die Corridore und Treppen dahin. Auch im erſten Vorſaal des Kaiſers keine Lakahen, keine Hof⸗ officianten, aber alle Thüren weit offen, und drin im nächſten Zimmer ein verworrenes Geräuſch von jam⸗ mernden, ermahnenden und wehklagenden Stimmen.
Der General trat in dies Zimmer ein. Die Erz⸗ herzöge und die Erzherzoginen alle, die hohen Hofbeam⸗ ten, die Beichtväter der Prinzen und Prinzeſſinen, aber auch die niedere Dienerſchaft, die Lakayen und Kammer⸗ jungfern, Alles befand ſich hier im wirren Durcheinander. Der Schmerz, das Entſetzen, das plötzlich hereingebrochene Unheil hatte alle Etiquette, allen Unterſchied der Stände aufgehoben, neben der Erzherzogin weinte der Lakay, und die Prieſter tröſteten und ermahnten die Gräfin wie
die Kammerjungfer.
Niemand hatte ein Wort der Begrüßung für Ge⸗ neral Biſchofswerder, Niemand wehrte es ihm, weiter zu gehen, nach jenes Gemach hin, aus deſſen offener Thür Weinen und Schluchzen, Aechzen und Stöhnen erſchallte.


