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Gleichheit und die Brüderlichkeit, und Barnave iſt es ge⸗ weſen, der die Menſchenrechte publicirt hat. Auch habe ich in einem unſerer großen Dichter geleſen:„die geliebte Schäferin, die allein iſt Königin.“ Ich fühlte einer Königin mich gleich, ſo lange ich mich geliebt glaubte, und als ich mich betrogen ſah, da war es das Unglück, welches mich der unglücklichen Königin gleich ſtellte. Denn das Unglück trägt ſo gut wie die Liebe eine Krone.“
„Eine Märthrerkrone,“ ſagte Leopold feierlich,„ſie erglänzt auf dem edlen Haupt der Königin von Frank⸗ reich, aber Sie haben keine Ehrfurcht vor dieſer Mär⸗ threrkrone gehabt!“
„Ehrfurcht, Sire!“ rief Thervigne.„Haben denn die Fürſten Ehrfurcht vor den Völkern? Und ſind nicht die Völker die eigentlichen Fürſten der Welt, iſt nicht die Stimme des Volkes die Stimme Gottes, vor der alſo die Fürſten Ehrfurcht haben ſollten? Aber ſie wollen niemals dieſe Stimme hören, und daran gehen Sie zu Grunde! Hätte der König von Frankreich die Stimme ſeines Volkes gehört, dann wäre er jetzt der angebetete erſte Bürger von Frankreich; aber er war taub gegen unſere Liebe, er wollte nicht unſer Bruder, ſondern unſer Herr ſein, und das iſt ſein Unglück, und das iſt's, was der National⸗Verſammlung die Macht über ihn gegeben und ihm die Herzen der Nation entfremdet hat. Sire, wenn Sie Ihren Herrn Schwager lieben, ſo ſchreiben
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