eint! Und weil es Recht iſt, ſo ſoll es ſein, und weil ich allein ſtehe und verwaiſt, ſo thue ich Recht, die Freundeshand des Bruders anzuneh men, die Sie mir bieten! Ja, Sie ſind mein Bruder, und Sie als Schweſter zu lieben, das ſei hinfort meine einzige Tugend!“
„Ach,“ ſagte der Fürſt, ſie an ſein Herz ziehend,„die Menſchen haben das Wort Tugend falſch verſtanden! Sie haben es zu einem Schreck bild gemacht, vor dem die roſigen, lebensvollen Wangen erbleichen und das Lächeln untergeht in dem Zittern der Furcht. Gott aber hat es an⸗ ders gemeint— Tugend iſt glücklich ſein! Laß uns ſtreben nach dieſer Tugend, Giſela, meine Schweſter!“
Ende des zweiten Bandes.


