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Zitternd folgten ihr die Diener.
Nun flog Stein auf Stein durch die klirren⸗ den Scheiben, und allmählich verſtummte das Bel⸗ len der Hunde.
„Sie haben die Hunde erſchlagen!“ jammerte Hedwig.„O mein Gott, und die Schläge an die Hausthür werden immer ärger, immer hef⸗ tiger.“
„Zetzt ein lautes, donnerndes Krachen, ein furchtbares Jubelgeſchrei.“
„Die Thür iſt erbrochen, wir ſind verloren!“ ſagte Giſela dumpf.„Geht, verbergt Euch, Hed⸗ wig, Carl, Johann! Eilt auf den Boden. Nie⸗ mand wird Euch dort finden, denn man ſucht nur mich!“ S Die Diener entfernten ſich zögernd, nur Hrd⸗ wig erklärte, ihre junge Herrin nimmer verlaſſen zu wollen.
Indeß wälzte ſich der Menſchenſtrom immer näher heran. Schon hörte man ſie die Stiegen hinauf poltern.
„Soll ich die Lichter auslöſchen?“ fragte Hedwig.
„Nein,“ ſagte Giſela,„man ſoll ſehen, daß ich nicht zittere.“
„O, allmächtiger Himmel, ſie kommen, ſie ſind ſchon im Vorzimmer,“ ächzte die alte Hed⸗ wig, auf ihre Kniee niederſinkend.
„So will ich ihnen entgegen gehen,“ ſagte


