—
„Ich danke Ihnen,“ ſagte Giſela, dem Fürſten ihre Hand darreichend, welche dieſer an ſeine Lippen drückte. Dann theilte ſie ihm ihren Entſchluß mit, fo nicht mehr im Hauſe ihrer Schweſter, ſon⸗ de ihrer Villa vor der Stadt zu wohnen. „Man würde dies natürlich finden,“ ſagte der Fürſt,„wenn Sie eine junge Witwe wären; da Sie aber ein junges Mädchen ſind, wird man es
Ihnen nie verzeihen!“
„So mag man es nicht thun,“ ſagte Giſela ungeduldig,„was kümmert mich der Beifall einer ſo thörichten Welt, die nur nach dem Schein ver⸗ dammt und preiſt!“
„Der Schein!“ rief der Fürſt,„das iſt der Götze, dem die Welt huldigt, das goldene Kalb,
vor dem ſie anbetend niederſinkt! Alles, Alles hie
nieden iſt Schein, und Sie wollen ſo thöricht ſein, junges Mädchen, nicht zu buhlen um den Schein?“
Ende des erſten Bandes.


