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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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es mir immer gelang, ſeinen Mördern und Häſchern zu entgehen, vor ganz Europa an, einen Mordverſuch auf ihn gemacht zu haben, und forderte alle Kabinete Europas zur Auslieferung des Verbrechers auf.“

„Aber die großmüthige Czarina, welche nicht an Ihre Schuld glaubte, und Ihren Haß gegen den Herzog von Södermanland theilte, die edle Katharina ließ Ihnen Schutz und Aufnahme in Rußland anbieten. Sie gab Ihnen hier in Petersburg Ehrenſtellen, Rang und Würden und beglückte Sie mit ihrem Vertrauen. Dennoch kommt der Herzog hierher, dennoch fürchtet er nicht, hier Dem⸗ jenigen zu begegnen, den er ſeinen Mörder nennt.“

„Er weiß, daß nicht Ich es bin, welcher ſein Gewiſſen mit einem Morde belaſten könnte,“ ſagte Baron Armfelt ſtolz.„Sein Gewiſſen aber trägt leicht an einer ſolchen Laſt, und wenn er hierher kommt, ſo mag er denken, daß er hier vielleicht einen Arm kaufen könnte, der mich ſicherer und feſter packte, als es ſeinen Dienern bis jetzt ge⸗ lungen iſt.“

„Ah,“ rief Zoubow,„der Herzog wird es nicht wagen, Sie jetzt noch anzugreifen, Baron, denn Sie ſind jetzt gewiſſermaßen ein Unterthan Rußlands. Sie ſtehen in ruſſiſchen Dienſten, ſind General in der Suite der Kaiſerin, nehmen öfter an den Miniſterberathungen Theil, tragen zwei hohe ruſſiſche Orden auf Ihrer Bruſt, und empfangen