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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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Hunden, die jetzt ſo liebenswürdig zu meinen Füßen ſchwenzeln und wedeln, ſondern ein wirklicher, veritabler Hund.“

Souwarow ließ ein lautes, wieherndes Lachen ver⸗ nehmen, und drehte ſich wie ein Kreiſel drei Mal auf dem Abſatz herum.„Ah,“ rief er dann, ſich laut lachend auf die Rücklehne des fürſtlichen Fauteuils ſtützend,„ah, wie humoriſtiſch und witzig unſer ſchöner Fürſt heute iſt. Hören Sie nur, meine Herren, hören Sie, der Fürſt in ſeiner liebenswürdigen Beſcheidenheit will nicht zugeben, daß er ſeine Größe, ſeinen Ruhm und ſeine Macht ganz allein ſich ſelber, ſeinen Talenten, ſeinem Geiſt, ſeiner Liebens⸗ würdigkeit und Schönheit verdankt. Er will in ſeinem göttlichen Humor behaupten, ein Hund, ein wirklicher Hund habe den erſten Anlaß zu ſeiner Größe gegeben.“

Er brach wieder in lautes Lachen aus, in das die Uebrigen ſich beeiferten mit einzuſtimmen.

„Ja lacht nur, lacht, Ihr dummen Menſchen,“ ſagte Zoubow, der immer noch den Affen auf ſeinem Bein ſchaukelte.„Ich habe Euch doch die Wahrheit geſagt, und ich will's Euch beweiſen. Ich will Euch die Geſchichte er⸗ zählen, wie ein Hund die Veranlaſſung war, daß der Lieute⸗ nant Platon Zoubow das geworden iſt, was er jetzt iſt. Tretet näher, Ihr Alle, ich erlaube Euch mir zuzuhören.“

1859. V. Die letzten Lebenstage Katharina's II. 2