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Die letzten Lebenstage Katharina II : historische Novelle / von L. Mühlbach
Entstehung
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wandelt, in der ich nur umhergehen kann, wie Gott Vater in der Welt, bevor er die Menſchen geſchaffen.“

Aber Durchlaucht können eben ſo gut wie Gott Vater die Welt, ſich Ihre polniſchen Provinzen mit neugeſchaffe⸗ nen Menſchen bevölkern,“ rief Souwarow, indem er ſeine kleine, gekrümmte Geſtalt immer näher zu dem Seſſel Zoubow's heranſchob, und ſeine kleinen, ſtechenden, ſchwar⸗ zen Augen mit einem Ausdruck zärtlicher Liebe auf ihn heftete.

„Wie kann ich das?“ fragte der Fürſt auffahrend. „Sagen Sie's mir, Feldmarſchall, ſagen Sie mir ein Mittel, wie ich meine polniſchen Güter wieder bevölkern kann, und ich will Ihnen verzeihen, daß Sie ſie entvölkert haben.“

„Nun,“ rief Souwarow mit einem Lachen, das ſein gebräuntes, runzlichtes Antlitz ſeltſam verzerrte,„nun, das Mittel iſt leicht. Sprechen Sie mit unſerer erhabenen, weiſen Czarina, bitten Sie Ihro Majeſtät, daß ſie mich endlich nach dieſem von Gott verfluchten Lande ſchickt, in welchem jetzt die Hölle der Revolution losgelaſſen iſt, und in dem die Menſchen wie wilde Beſtien wüthen gegen Alles was heilig, erhaben und edel iſt! Beſchwören Sie die große Kaiſerin, daß ſie mich nach Frankreich ſendet, damit ich dort die Ordnung wieder herſtelle, wie ich es in.