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lich. Dennoch war ich es nur damals, als ich unbemerkt in meinem Dorfe lebte, als ich von der Welt nichts verlangte, weil ich nicht wußte, daß es eine Welt gäbe außer unſerm Dorfe. Ach, jene ſchöne, ſchöne Zeit, ſie iſt auf immer verloren!“
Langſam rannen ein paar Thränen über Emi⸗ liens Wangen, und heftiger fuhr ſie fort:„ich werde niemals glücklich ſein, ich bin im Zwieſpalte mit mir ſelber; ein ſtetes unbefriedigtes Sehnen, ein leiſes Klagen in mir, nach einem Etwas, das ich nicht zu nennen weiß.“
„Ach, Liebe,“ unterbrach ſie Solau,„kein Menſch, ſo ſagen die Weiſen, kein Menſch geht durchs Leben, ohne einmal geliebt zu haben,— auch Ihre Stunde wird ſchlagen, und wenn Sie dann allen Stolz, allen Ruhm zu des Geliebten Füßen niederlegen, dann erſt werden Sie glück⸗ lich ſein.“
Sie ſchüttelte heftig den Kopf:„Nein, nein, auch dann nicht. Ich bin nicht geſchaffen, um als demüthiges, liebendes Weib in ſtiller Häus⸗ lichkeit zu leben. Ich habe die Bahn verlaſſen, die enge Grenze überſchritten, die dem Weibe an⸗ gewieſen ward, rückwärts iſt kein Pfad für mich, alſo immer fort, immer raſtlos weiter geſtrebt.— Nein, nein, eine Künſtlerin iſt wenig zu beneiden Der Ruhm, er iſt berauſchend, die Kunſt, ſie iſt beſeligend, aber ſie erfüllen nicht Alles, was man


