Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ſeine Treue und Liebe zu mir einmal das Recht er⸗ worben, immer zu ſein und zu ſprechen, wie es ihm beliebt! Wir wollen nicht weiter auf ihn achten, ſon⸗ dern mit einander plaudern, bis man uns zur Ta⸗ fel ruft! Dann, fürchte ich, können wir bis zum jüngſten Tage plaudern, ſagte Buckingham, und wir werden heute ſo wenig ein Diner bekommen, als an jenem Tage, wo Ihr uns in jenem kleinen ſchottiſchen Dorf n dreitägigem Faſten ein ſplendides Mahl von Eiern und Schwarzbrod verſprochen hattet, wovon wir aber nur das Letztere bekamen.

Ach, dies iſt eine köſtliche Geſchichte, an welche Du mich da erinnerſt, rief der König lachend. Die muß ich Ihnen erzählen, meine Herren!

Herzog Buckingham ſtreckte ſich gemächlich auf einen Lehnſtuhl aus und ſpielte mit den Diamantrin⸗ gen an ſeinen kleinen und zierlichen Händen. Seine Rolle war beendet, er hatte jetzt vorläufig nichts wei⸗ ter zu thun, als zuzuhören, denn jetzt begann der König das unermüdliche und reiche Thema ſeiner Vergangenheit, und er erzählte den lauſchenden und mit geſpannteſter Aufmerkſamkeit zuhörenden Herren die allerreizendſten und rührendſten Geſchichten von ſeinem früheren abentheuerlichen Leben, von den Ge⸗ fahren, welche er beſtanden, von den Entbehrungen, welche er erduldet, und wie er das Alles mit freu⸗ digem Muth und unerſchütterlichem Humor überwun⸗ den habe.

Karl war ein Meiſter in der Kunſt des Erzählens, und wer daher das Glück hatte, ſeine Geſchichten zum

erſten Male zu hören, mußte davon bezaubert werden.

Die Herren, welche heute beim König verſammelt wa⸗ ren, kannten in der That keine dieſer Geſchichten, und