arme Sara, unterbrach er ſich ſeufzend. Ich habe auch ihr manch zärtliches Billet dous geſchrieben. Arme Sara! Sie wird mich einen großen Sünder nennen. Sie wird mir fluchen, wie ihr Vater es ihr gethan. Wißt Ihr, ehrwürdiger Vater, ich habe Furcht vor einem Fluche. Betet für mich, damit dieſer Fluch von mir genommen werde!
Ich werde gehen, und für Euch beten! ſagte Pa⸗ ter Matthews, indem er ſich der geheimen Thüre näherte.
Noch eins! ſagte Karl. Ich fühle mich beängſtigt und ſorgenvoll.
Das macht, Ihr habt heute noch nicht die heilige Meſſe gehört!
Ich will ſie hören! Ja, das will ich, das wird mir Erleichterung verſchaffen. Erwartet mich alſo in der Kapelle.
Der Prieſter entfernte ſich und Karl Stuart blieb wieder allein. Er ſtand da mit bewölkter Stirn und blickte gedankenvoll vor ſich hin.
Dann, nach einer Pauſe, richtete er ſich ſtolz em⸗ por und ſagte lächelnd: ich bin ein ſehr gutmüthiger Thor, mich zu beunruhigen! Es iſt ihre eigene Schuld. Sie hätte weniger leidenſchaftlich, weniger hingebend ſein ſollen. Die Weiber wollen niemals begreifen, daß wir ſie am meiſten lieben, wenn ſie am grauſam⸗ ſten ſind! Dieſe gute Sara, ſie hat mich zu ſehr ge⸗ liebt, und es iſt daher natürlich, daß meine Liebe er⸗ kaltete! Bah, ſie hat ein zu heißes Herz, als daß es auf immer erkalten ſollte! Sie wird ſich zu tröſten wiſſen; vielleicht wird es ihr eine gute Lehre ſein, und ſie wird ein wenig mehr Coquetterie lernen!
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