Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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geſucht, vergeſſen müßtet, daß es für Euch eine hei⸗ lige Pflicht ſei, dieſer ſündigen Liebe zu entſagen, und daß Ihr geſchworen, Euch für immer von ihr loszu⸗ löſen. Sie war ganz hartnäckig in ihrem Unglauben. Sie ſagte:Karl kann mich nicht verlaſſen! Ich habe Ihm Alles geopfert, ich bin für ihn die Mörderin meiner Mutter geworden, und um ſeinetwillen bin ich mit dem Fluch meines Vaters belaſtet. Es iſt un⸗ möglich, Karl kann mich nicht verlaſſen! Sire, Ihr ſeht alſo, wie nöthig es war, daß Ihr mir ſchriftlich den Befehl ertheiltet, Sara von hier zu entfernen, ſei's mit Güte, oder mit Gewalt! Ich zeigte ihr dieſen ſchriftlichen Befehl; ſie erkannte Eure Handſchrift, und nahm das Papier. Lange ſtarrte ſie es an, und dann, wie in einer Art Wahnſinn, buchſtabirte ſie halblaut jedes einzelne Wort. Es ſchien, ſie konnte nicht leſen, was Ihr geſchrieen. Endlich hattte ſie es begriffen, ſie ſchleuderte das Papier zur Erde und trat es mit den Füßen, indem ſie ſchrie, es ſei eine hölliſche Verleumdung. Ihr hättet das nicht geſchrie⸗ ben, es wäre unmöglich, und ſie würde Euch niemals verlaſſen.

Nun, und dann weiter? fragte der König unge⸗ duldig.

Pater Matthews zuckte die Achſeln. Weil die Güte nicht helfen wollte, mußten wir Gewalt ge⸗ brauchen, ſagte er. Georg band ihr die Hände und ich wickelte ein Tuch um ihren Mund. Dann trugen wir ſie fort!

Lohin? S n Grafen Rocheſter, wie Ihr befohlen hattet, ire.

Das heißt, ich werde alſo nicht nöthig haben, ihre Thränen zu ſehen und ihre Vorwürfe zu hören! Aber