drücke, da iſt gar nichts Beſtimmtes, nichts Entſchei⸗ dendes! Es ſind Floskeln, Phraſen, weiter nichts, es ſind die Myrthenzweige, mit welchen Eure königliche Braut Britannia ihre Stirn umkränzt, bevor Ihr ſie zu Eurem Weibe, das heißt, zu Eurer Sclavin, macht! Laßt ihr heute noch dieſe Myrthenzweige, Ihr wer⸗ det ſie morgen unter Eure Füße treten. Laßt doch der armen Britannia dieſen Brautjubel und dieſe Freiheitshymnen, es iſt ihr Hochzeitstag. Ach, am Lendemain wird ſie fein ſanft und ſtille werden, das wette ich! Mein königlicher Herr iſt ganz dazu geſchaf⸗ fen, ihr Reſpect und Ehrfurcht vor ſeiner Mannheit einzuflößen!
Ich, ihre Privilegien, ihre Freiheiten beſtäti⸗ gen! rief der König, mit der Hand auf das Papier ſchlagend.
Es ſind die Hochzeitshymnen, ſage ich Euch, Sire! Mein Gott, dieſes Parlament, es iſt ja ganz voll bräutlicher Demuth und Liebesunterwürfigkeit!
Ach, wer das glauben könnte! rief der König achſelzuckend.
Ich glaube es nicht nur, ich weiß es, ſagte Buckingham. Eine kleine Geſchichte beweiſt es. Als das Parlament verſammelt war, um die Adreſſe an Euch außzuſetzen, mit der man Euch zurückrufen wollte, waren Alle ſo ſehr erfüllt von dem Glück, Euch wieder zu ſehen, daß man voll Sehnſucht dar⸗ nach, ſich gar nicht die Zeit ließ, lange über die Adreſſe zu berathſchlagen. Man faßte ſie, wie Ihr ſeht, in ganz allgemeinen, vieldeutigen Ausdrücken ab, in ſolchen Phraſen und Redensarten, die Alles bedeuten können, und darum gar nichts bedeuten. Man las dieſe Adreſſe vor, und Jedermann war zufrieden da⸗ mit. Nur Einer erhob ſich und zeigte ſich unzufrieden.
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