5
Sire, ſagte er dann laut, Ihr könnt dies Papier ohne Bedenken unterzeichnen.
König Karl wandte ſich leicht zuſammenſchreckend nach ihm um.
Ah, Du biſt's, George Villiers, ſagte er. Freilich, nur von Dir konnte der Rath kommen, ich ſolle dieſes ſchmähliche Blatt unterzeichnen! Dieſes Blatt, welches mir die Hände bindet, und mir alle Macht entreißt, indem es mich gewiſſermaßen unter die Botmäßigkeit des Parlaments ſtellt. Ah, dieſe klugen Herren Par⸗ lamentsräthe, wie fein das ausgeklügelt iſt! Sieh nur, George, ſieh dieſen Paragraphen hier. Oh, ich wette, Du haſt ihn nicht geleſen, denn ſonſt würdeſt Du mir nicht rathen können, zu unterzeichnen.
George Villiers las die Zeilen, welche ihm Karl mit dem Finger andeutete, dann ſagte er ruhig: und doch rathe ich Euch wieder, ohne Bedenken zu unter⸗ zeichnen!
Ich ſoll verſprechen, den Mord meines Vaters, dieſes königlichen Märtyrers, ungeſtraft zu laſſen, ha, ich ſoll verſprechen, allen Denen Gnade zu bewilligen, welche gegen das Königthum geſündigt!
Verſprechen, weiter nichts, Sire, als verſprechen, ſagte Buckingham mit einem ſchlauen Lächeln. Und warum wolltet Ihr Eurem Volke dieſes Alles nicht verſprechen, warum wolltet Ihr ihm nicht geloben, ſeine Privilegien zu ehren, ſeine Freiheit zu ſichern?
Weil mich dieſes Volk auf eine ſchmachvolle Weiſe gekränkt und beleidigt hat! rief der König. Weil es ſich mir, ſeinem angebornen König, auf Gnade und Ungnade ergeben muß, wenn ich ihm verzeihen ſoll!
Es ergiebt ſich Euch auf Gnade und Ungnade, ſagte der Herzog ruhig. Leſet dieſes Papier noch ein⸗ mal, Sire. Seht, das ſind lauter allgemeine Aus⸗


