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delten von heitern Scherzen und übermüthigen Witzes⸗ worten, der Schmerz in ihr verſtummte niemals.
Sie war eine freie Frau, und dennoch lag ſie gefeſſelt in unzerreißbaren Banden, denn ſie war unglücklich.
Sie hatte ſich losgelöſt von allen Vorurtheilen, deshalb ſchwebte ſie jetzt vereinſamt mit ihren von der Welt unverſtandenen und geſchmäheten Ideen im All umher.
Aber es gab endlich für ſie doch einen Troſt und eine Zuflucht, ſie war nicht bloß ein Weib, ſie war auch eine Dichterin, und ſie flüchtete ſich zu der Poeſie. Was in ihr klagte und jammerte, daß ließ ſie heilen von dem Wunderbalſam der Begeiſterung, und min⸗ deſtens während ſie ſchrieb, verſtummte in ihr die Klage und der Schmerz.
Sie gab ihre Seele der Dichtkunſt hin, und em⸗ pfing von ihr das göttliche Schauen deſſen, was nicht iſt, und dennoch niemals aufgehört hat zu ſein, die himmliſchen Offenbarungen deſſen, was dem Men⸗ ſchenohr niemals erklingt und durch das All der Schöpfung ewig doch fortklingt in hehren und ent⸗ zückenden Melodieen.
Was ihr die Liebe nicht hatte gewähren können, das gab ihr die Poeſie. Ruhe und Gennß, heitere Stunden und glückliche Phantaſieen. Sie gab ihr mehr als das, ſie gab ihr Ruhm! WAphra war nicht mehr eine glückliche Frau, aber ſie war eine berühmte Frau. Sie ſchrieb mit unend⸗ licher Leichtigkeit, ſie ſchrieb, was ſie empfand, und was ſie durchglühte. Sie ſchrieb die Wahrheit ihres Herzens in ihre Bücher hinein, und weil man die innere Wahrheit ihrer Dichtungen fühlte, fanden ſie auch Anklang in Aller Herzen. Ihre Lieder wurden


