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T Heirathspläne.
Aphra war jetzt in eine neue Phaſe ihres Daſeins eingetreten. Sie hatte abgeſchloſſen mit ihrer Ver⸗ gangenheit, ſie hatte gebrochen mit all den Träumen und Entzückungen ihrer Jugend, und, jung wie ſie war, fühlte ſie ſich dennoch alt und abgeſtorben in ihrem Herzen. Sie glaubte nicht mehr, ſie hoffte und liebte nicht mehr, ſie verlangte vom Leben nichts mehr, als den kurzen Genuß, die raſch vorüberrauſchende Freude, und dann, nach dieſer einen tiefen, traum⸗ loſen Schlaf, um neu geſtärkt zu erwachen zu neuen
Freuden und Genüſſen.
Sie gehörte jetzt zu den gefeierten Damen des Hofes, man wußte, daß ſie die vertrauteſte Freundin der königlichen Geliebten Barbara von Caſtlemaine war, und man nannte ſie laut die Geliebte des könig⸗ lichen Günſtlings, George Villiers. Grund genug, dieſes ſchöne junge Weib laut zu preiſen und heimlich zu verwünſchen, ihr jede Art der Huldigung darzu⸗ bringen am Hofe, und jede Art der Verleumdung und Schmähung auf ſie zu häufen beim Volk und in der Stadt. Ganz London kannte jetzt ihren Namen, die Einen nannten ſie eine talentvolle Dichterin, die Andern meinten heimlich, ſie ſei nicht Buckingham's, ſondern des Königs Geliebte, die Frauen beneideten ſie. Weil ſie ſchön war und jung, deshalb ſchmäheten
ſie ſie, und ſchlugen tugendhaft erröthend die Augen


