Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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faßte Jvar am Kragen.Was denkſt Du denn für ein Lumpenkerl zu werden, daß Du Dir einbildeſt, man dürfe ſeine Zeit nur ſo elend verſchleudern? Ich will Dir meiner Seele das Denken, Faulenzen und Herumſchwärmen aus dem Leibe klopfen. Mit dieſen Worten ergriff der Meiſter einen

Stock, welcher neben ihm ſtand, und hob ihn gerade

empor, um ihn recht gründlich auf Jvars Rücken fallen zu laſſen, als dieſer rief:

Meiſter Thorsſon, Ihr habt mich noch nie ge⸗ ſchlagen, und Ihr wißt, daß ich Euch dennoch ge⸗ horche. Laßt es jetzt auch bleiben, und ich ver⸗ ſpreche, Euch nicht ſo bald wieder zu erzürnen.

Der Meiſter ließ den Jungen los und ſagte:

Warum ſoll ich Dich denn gerade jetzt nicht züchtigen?

Darum, weil ich von einem Grabe komme. Als ich heimging, kam ich mir ſelbſt wie ein Tauge⸗ nichts vor, der Fuch weder große Freude gemacht,

ch irgend einen Nutzen gebracht hat, obwohl Ihr

außerdrd ntlich gut gegen mich geweſen ſeid, und an

Der Knabe ſchwieg.

Nun?

Und dann fiel mir ein, daß heute mein ſech⸗ zehnter Geburtstag iſt.

Der Knabe ſah bei dieſen Worten mit ſeinen großen, klaren, blauen Augen, die jetzt in Thränen ſchwammen, zu dem Meiſter auf.

Es ſind heute zehn Jahre, daß Ihr mich auf⸗ genommen habt, fuhr Jvar fort und faßte die große, breite Hand des Schmieds.Gott ſegne

Schwartz, Arbeit abelt den Mann. I. 2