Im nächſten Moment war Jvar aus der Werk⸗ ſtätte und auf der Straße.
„Das iſt gewißlich wahr, Meiſter, daß Ihr viel zu nachſichtig gegen den Jungen ſeid,“ meinte Stangbom.„Den lieben langen Tag thut er ſo viel wie nichts, und ein Hansnarr wie der Junge ſollte doch mehr arbeiten, als ein anderer ehrlicher Menſch.“
„Was Millionen Teufel ſpricht Er da, Stangbom?
Ich würde recht daran thun, Ihm dieſe Worte zu gedenken. Mit dem Jungen habe ich allein zu thun, ſorge Er für ſich ſelbſt und lege Er ſeiner ſündi⸗ gen Zunge den Zügel an, das ſage ich Ihm, ſonſt könnte ich Luſt bekommen, es wie der Director am Inſtitute zu machen, das heißt, Ihn zum Teufel ſchicken.“
Meiſter Thorsſon war jetzt aufgebracht, und da
wußten ſeine Arbeiter nur zu gut, daß es nicht an⸗
ging, nur noch eine einzige Sylbe zu ſagen, denn es konnte dann wohl geſchehen, daß ſeine Worte von einer noch nachdrücklichern Zurechtweiſung begleitet waren.
Unter tiefem Schweigen ging die Arbeit ihren
Gang. Die Hammerſchläge des Meiſters ſchallten
ſtärker und ſchneller, als wenn er in ſeiner norma⸗
len Stimmung war. Nach Verfluß einer Stunde kam Jvar zurück. Er ſah jetzt ganz bekümmert aus und bemerkte
nicht, daß auf des Meiſters Angeſicht Zorn und
Drohung geſchrieben ſtanden. „Iſt es auch recht und in Ordnung, auf ſolche Weiſe davonzulaufen?“ fragte der Meiſter und


