Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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Dem einfachen Arbeiter einen höhern Menſchen⸗ werth zu geben, wollen Sie ſagen.

Ein achtjähriger Aufenthalt in Frankreich und England iſt alſo nicht im Stande geweſen, Ihre Vorurtheile umzuſtoßen?

Es handelt ſich nicht um Vorurtheile, ſondern es iſt eine einfache Thatſache, daß der Menſch eine Schule der Veredlung durchmachen muß, wenn ſei⸗ nen Anlagen wie ſeinen Arbeiten die Kraft zukom⸗ men ſoll, ihn auch in moraliſcher Hinſicht auf eine höhere Stufe zu erheben.

Darin haben Sie Recht; aber wenn in der Bruſt des armen Hinterſaßen ſich der Keim zu einer höhern Entwicklung findet, ſo wird ebenderſelbe ihn zwingen, ſich der Arbeit zuzuwenden, damit er aus ſeinem rohen Zuſtande heraustreten kann.

Einzelne Beiſpiele hievon kommen allerdings vor, machen aber keine Regel aus, ſondern weichen von der gewöhnlichen Ordnung ganz und gar ab. Gott weiß, ob nicht auch in dem Innern dieſer Aus⸗ nahmsmenſchen noch ein rohes Element zurückgeblie⸗ ben iſt, welches zur Folge hat, daß ſie den ange⸗ bornen Adel der durch mehrere Generationen hin⸗ durch verbeſſerten Klaſſen ſich nicht zu eigen machen.

Das ſind eben die Vorurtheile, Fräulein Helfrid, welche der Menſchheit zum Unheil ausgeſchlagen ſind und noch ausſchlagen. Durch ſie entſteht die verkehrte Anſicht, daß der Mann durch ſeine Stellung im Leben, ſeine Beziehungen, Verhältniſſe u. ſ. w. dem Beruf, welchen er wählt, im Fall derſelbe in das Gebiet der Gewerbe fällt, einen höhern Charak⸗ ter verſchaffen ſoll. Der Handwerker wird, als einer