Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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4 dem Orte ſehnt, an welchem unſere Wiege tand.

Demnach ſehnen Sie ſich, Herr Lange, nach Amerika?

Zuweilen ergreift mich allerdings der Wunſch, die Orte wieder zu ſehen, wo ich meine Kindheit zubrachte, aber es iſt und bleibt ein leerer Wunſch.

Warum? Sie ſind ja reich genug, um ihn ver⸗ wirklichen zu können.

Und wenn ich auch dieſem meinem Verlangen Folge leiſtete, welchen wirklichen Genuß, welche wahr⸗ hafte Befriedigung würde ich damit gewinnen? Für's Erſte würde ich ganz zwecklos viele Zeit verſchwen⸗ den, und dieſe iſt ein Kapital, uns anvertraut, um damit gut hauszuhalten. Für's Zweite würde ich Niemand von denen wiederfinden, welche ich in der Jugend liebte, und welche mir die Heimath ſo werth und theuer machten. Es wäre eine Wallfahrt zu dem Grabe der Vergangenheit. Wir ſollen im All⸗ gemeinen auch keinen andern Wünſchen nachgeben, als ſolchen, die einen Nutzen mit ſich bringen.

Die Jahre haben Sie nicht verändert, ſagte Helfrid lächelnd,Sie ſind heute noch derſelbe ſpar⸗ taniſche Republikaner, wie vor acht Jahren.

Und ich hoffe, ein ſolcher ſtets zu bleiben.

Es entſtand eine Pauſe, welche Helfrid Romar⸗

hierta mit den Worten unterbrach:

Welches ſonderbare Spiel des Schickſals, daß wir nach ſo vieljähriger Trennung hier an Bord zuſammentreffen ſollten. Wie viel hat ſich nicht innerhalb dieſer Zeit verändert!