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„Nun, nun, Jedermann hat ſeine Gründe. Ich wollte Dir aber jetzt noch den Vorſchlag machen, über Pfingſten eine Luſtreiſe nach Dalekarlien zu unternehmen, um Olga zu begrüßen; biſt Du dabei?“
„Ach ja, und um ſo mehr, als wir, Lange und ich, uns bereits vorgenommen hatten, die Erzland⸗ ſtreicherin aufzuſuchen.“
„Welche nun Dich aufgeſucht hat,“ flüſterte eine Stimme hinter Conſtanze, und ein Arm legte ſich um ihren Hals.
XLIX.
Am folgenden Morgen— es war ein Sonntag — wanderte Olga durch den Wald nach der ehe⸗ maligen Köhlerhütte. Daß dieſelbe an Jvar ver⸗ kauft und in eine ſchöne Wohnung verwandelt worden war, davon beſaß Olga noch keine Kenntniß. Conſtanze, von ihrem Glück und ihrem Gatten allzu⸗ ſehr in Anſpruch genommen, hatte deſſen in ihren Briefen nicht mit einem Wort erwähnt.
Während Olga ſo dahin ging, fühlte ſie ſich wahrhaft glücklich, wiederum in dieſer ihrem Herzen ſo theuren Gegend zu weilen, wo Alles ſie an die Träume der erſten Jugend erinnerte, welche für je⸗ den Menſchen einen ſo großen Werth haben. Es kam ihr vor, als ob die ganze beſchwingte Sänger⸗ ſchaar, welche rund umher ihren Chor anſtimmte, ſie willkommen hieße, und jeder Baum und jeder Buſch ihr einen freundlichen Gruß zunickte.
Als ſie an den Kreuzweg kam und rechts abbog, blieb ſie wie verſteinert ſtehen. War es eine Sin⸗ nentäuſchung, oder Wirklichkeit, was ſie vor ſich ſah?
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